Der Schulgarten

Am 13.9.2012 erhielt der Schulgarten eine Auszeichnung für aktive und engagierte Arbeit!

Die Schulgartenarbeit wurde unterstützt durch die Stiftung Berliner Sparkasse von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin.

 

 

 

Der Schulgarten ist im Schuljahr 2010/11 aus seinem „Unkrautgrasschlaf“ erwacht, als wir im Zuge der WUV-Kurse begannen, darin „herum zu ackern“.
Ich versuchte mir mehrere grüne Daumen anzulesen, was aber nicht so gut gelang.
Dann begann ich im Schuljahr 2011/12 ein Ehrenamtlichenprojekt mit den Sechstklässlern unserer Schule und bot selbst ehrenamtlich mit einer Mutter immer mittwochs „Schulgarten“ von 14 bis 16 Uhr an.
Es kamen immer mehr Jüngere, Ältere und auch Eltern dazu, in wechselnder Zahl, aber immer voller Eifer und Tatendrang.
Daraus erwuchs gegen Ende 2011 das Projekt Pflanzen-ernten-zubereiten-essen – Kooperation geht durch den Magen
Der Schulgarten soll als Nahrungsquelle und Quelle für Rezepte und Heilmittel genutzt werden.
Gemeinsam mit allen Beteiligten haben wir Gemüse und Obstsorten, Kräuter und
Blumen ausgewählt und gepflanzt. Arbeitsteilig pflegen wir den Garten, legen Beete an, jäten Unkraut, pflanzen, erfahren etwas über das Zusammenspiel und die Eigenschaften von Pflanzen, entdecken Tiere, regionale und heimische Pflanzen, ernten, bereiten das Essen vor und kochen
zusammen. Wir machen Lagerfeuer, Stockbrot und genießen die gemeinsame Arbeit beim Blick auf den wunderschönen Garten. Die Kinder sind ebenso stolz wie die Erwachsenen.
Ziel ist das Annähern von Natur und Kindern in der Stadt, das Kennenlernen der
Herkunft von Nahrung, das Rückbesinnen auf die Kräfte der Natur, gemeinsame Arbeit, gemeinsames Kochen, gemeinsames Verantworten von Abläufen:
Die Kinder erleben einen Prozess der viel Wissen, Gemeinsamkeit, Verantwortung,
Selbstwirksamkeit, Vertrauen und Miteinander beinhaltet.
Alle Beteiligten entscheiden und gestalten mit, erleben die Arbeit als demokratischen
Prozess von Absprachen, von Dingen, die auch ungern getan werden, von Erfolgen und Rückschlägen und dem gemeinsamen Umgang damit.
Sie erfahren das Wachsen, das Kennen lernen der regionalen Pflanzen- und
Nutzpflanzenvielfalt und ihrer Bedürfnisse, erfahren etwas über das Leben, über Warten, sich freuen und gemeinsam das Gehegte genießen.
Dabei ist es stets wichtig, dass die SchülerInnen die praktische Arbeit und die damit
verbundenen Erfahrungen und Kompetenzen im Team als Stärkung erfahren, die ihnen neben der Schule die Möglichkeit gibt, Wissen zu erlangen in den unterschiedlichsten Bereichen. Das Wertschätzen von gesundem Essen, gemeinsames Essen und gemeinsamer Arbeit, das Stärken des Selbst, letztendlich durch den Magen und die verantwortungsvolle Einbindung der Beteiligten, steht im Vordergrund.
An verregneten Mittwochen haben die Kinder Schilder getöpfert, Vogel- und
Schmetterlingstränken gestaltet. Nächste Woche wird der Schuppen für die Schubkarre und die Werkzeuge aufgebaut. Es gibt bereits eine Elterngruppe, die mit Kindern aus der SAPH freitags im Garten arbeitet. Auch der Jugendclub kümmert sich jeden Donnerstag.

Wir sind eine große „grüne“ Familie geworden.

Sabine Weiche

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